Vorläufer des Lattenrostes war der sogenannte Sprungfederrahmen, der innerhalb eines Stahl- oder Holzrahmens über ein Metallgeflecht verfügte. Es war schon elastischer als ein starres Brett oder eine Platte unter der Matratze, aber auf Dauer nicht wirklich bequem.

Die ersten Lattenroste verfügten über 14 bis 16 Leisten. Diese waren teilweise aus Holz, vielfach auch aus Kunststoff. Um eine gleichmäßige Druckverteilung zu erzielen, legte man ein Moltontuch oder eine sogenannte Matratzenunterlage auf den Lattenrost. Die Unterlage bestand aus einem verhärteten Vlies oder vernähtem Stroh oder anderen vernähten, vernadelten oder verfilzten Stoffresten. Darauf wurde die Matratze gelegt.
Mittlerweile verfügt man über bessere Federleisten aus Holz, versieht diese an den Enden mit einer Kunststoffkappe und lagert sie in oder auf einem Holzrahmen. Statt der ursprünglich 14 oder 16 Federleisten sind inzwischen 28 Stück Standard.

Untersuchungen haben ergeben, dass die Matratze länger hält, wenn sie über eine ausreichende Auflagefläche verfügt, also die Lücken zwischen den Federleisten nicht zu groß sind. Um ausreichend Positionsstabilität der Federleisten zu erzielen, legt man diese in einen sogenannten Mittelgurt. Dieser verhindert, dass die Federleisten, etwa durch einen unruhigen Schlaf, auseinander gedrückt werden.

Im mittleren Bereich bzw. im Gesäßbereich verfügen Lattenroste in der Regel über 6 Federleisten mit einer Doppelfeder. Durch Verschieben einfacher Kunststoffhülsen, die seitlich zwei übereinander liegende Federn halten, kann der Druck der Federn individuell eingestellt werden. Eine Person mit 40 kg Gewicht benötigt naturgemäß eine weichere Einstellung als eine Person, die 110 kg wiegt. Ausgelegt ist ein Standard-Lattenrost für Personen bis 120 kg. Allerdings achtet erfahrungsgemäß kaum jemand auf die korrekte Einstellung der mittleren Lattenrost-Zone.

In der jüngeren Zeit ist zu beobachten, dass immer mehr Menschen Übergewicht haben. Man könnte nun die Auffassung vertreten, dass, solange jemand nicht gerade 300 kg auf die Waage bringt, er auf dem Lattenrost mit 28 Leisten schon hinreichend liegen kann und sich kein signifikanter Unterschied gegenüber einer Person bis 120 kg Gewicht ergibt.

Dies trifft zumindest dauerhaft nicht zu. Durch zu schwere Benutzer leidet der Standard-Lattenrost überdurchschnittlich. Die Haltehülsen der Federn reißen, wodurch deren Funktion deutlich beeinträchtigt wird. Die Federn können in einem solchen Fall zu weit nach unten gedrückt werden, was sich wiederum als nachteilig für die Matratze auswirkt. Die Matratze ist jetzt nicht nur von oben dem Druck des Patienten ausgesetzt, sondern erhält nun auch nicht ausreichend Stütze von unten, sie wird teilweise sogar zwischen den Leisten eingeklemmt. Die Matratze verschleißt dadurch punktuell, ihre Lebenszeit wird verkürzt.

Darum setzen wir bei einem Körpergewicht über 150 kg grundsätzlich einen Lattenrost mit 42 Leisten ein. Bereits ab 120 kg Körpergewicht empfehlen wir einen solchen Lattenrost zu verwenden. Bei hochwertigen Kaltschaummatratzen wird ohnedies empfohlen, diese Lattenroste einzusetzen. Der Schaum erhält durch einem Lattenrost mit 42 Federleisten die Möglichkeit, auf einer größeren Fläche den aufliegenden Druck zu verteilen. Dies verlängert die Lebenszeit der Matratze in jedem Fall.